Ihr Chancenplan für erfolgreiches Marketing in der Hörakustik
Tipps und Unterstützung für Ihre Marketingplanung! Teil 1
Die Wahl der richtigen Marketing-Maßnahmen ist nicht so einfach. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen mit diesem Konzept eine Orientierungshilfe und Maßnahmenplanung an die Hand geben. Damit können Sie Marketingmaßnahmen definieren und durchführen. Alles geschieht unter dem Gesichtspunkt so wenig Budget wie möglich zu investieren.
Sicherlich kommen Ihnen diese Überlegungen bekannt vor: Welche Maßnahmen treffen für mich und meine definierten Ziele zu? Wie kann ich meine eigene Position unter den Hörakustik-Fachgeschäften vor Ort stärken und die eindeutige Differenzierung (Unterscheidungsmerkmale) gegenüber meinem Wettbewerb?
Für diese Überlegungen möchten wir Ihnen Tipps und Ideen zur Verfügung stellen und Sie motivieren, mit einer professionellen und individuellen Marketingplanung zu starten.
Nachfolgend haben wir Ihnen die grundsätzlichen Strukturen professioneller Marketingplanung zusammengefasst und zahlreiche Beispiele für Maßnahmen aufgeführt, die wenig bis kein Geld kosten werden. Viele Maßnahmen werden überwiegend Ihre Zeit in Anspruch nehmen!
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir unterstützen Sie und können Ihre Marketingplanung vorantreiben oder Ihnen mit Hilfestellung zur Seite stehen.
Low Budget Marketing: Ideen, die wenig Kosten!
Nicht jede Marketing-Maßnahme muss teuer sein: Auch mit weniger Budget können Sie erfolgreich werben. Insbesondere nach dieser Corona-Krise wird nicht viel Geld für aufwändige Werbemaßnahmen vorhanden sein. Daher gilt es mit guten Ideen und effizienter Strategie an möglichst viel Aufmerksamkeit und Kaufbereitschaft zu gelangen. Dieses Ziel können Sie mit „Low-Budget-Marketing“ erreichen. Low-Budget heißt nicht, dass man kein Geld investiert. Man versucht nur das vorhandene Geld so effektiv und zielgerichtet wie möglich einzusetzen!
Investieren Sie in eine gute Vorbereitung & Planung!
Wenn Sie Ihre Marketingaktivitäten nach der Krise ankurbeln möchten und auch bisher gewohnte und eingeschlafene Abläufe überdenken und aktualisieren möchten, empfehlen wir Ihnen, zunächst viel Zeit in Ihre Vorbereitung und Planung zu stecken.
Machen Sie sich Gedanken zu folgenden Punkten:
- Was biete ich an? (Produkt/Leistungen)
- Wer ist meine Zielgruppe?
Wo finde ich meine Zielgruppe? (Zielgruppenanalyse) - Wo biete ich das Produkt an? Auf welchem Markt?
Was bietet mein Wettbewerber an? (Wettbewerbsanalyse) - Was sind meine Ziele? (Strategie)
- Mit welchen Maßnahmen kann ich mein Produkt bekannt machen? (Instrumente)
- Wann erfolgen die Maßnahmen? (Konzept)
Was ist die beste Marketing Idee?
Grundlage für effektives Marketing ist das Unternehmen selbst. Das Angebot, mit dem Ihr Fachgeschäft sich auf dem Hörakustik-Markt positioniert, sollte in Ihrer Region nicht austauschbar sein. Ein zentrales Kriterium dafür ist das Alleinstellungsmerkmal.
Definieren Sie Ihre Position im Markt ebenso wie die Strategie Ihres Außenauftritts. Legen Sie den Leistungsumfang fest und versuchen Sie diesen mit möglichst wenigen Worten und in eindeutiger Verständlichkeit zu beschreiben. Kommunizieren Sie gegenüber Ihren Kunden einen erkennbaren Nutzen. Als Fundament für ein erfolgreiches Marketing müssen die Alleinstellungsmerkmale des Fachgeschäftes eindeutig definiert sein. Bei der Wahl der Alleinstellungsmerkmale ist Mut gefragt. Trauen Sie sich Ihren Kunden bestimmte Spezialisierungen anzubieten, die Sie besonders gut können und wofür Sie sprichwörtlich „brennen“.
Beispiele für besondere Leistungen, die von der herkömmlichen Hörgeräteversorgung abweichen (Alleinstellungsmerkmale)
- Spezialisierungen für die Bereiche: Besondere technische Möglichkeiten, HG und ihre Verbindungsmöglichkeiten mit TV und Smartphone, Akkutechnologie, IdO-Anpassung, Tinnitus, Hörtraining, Kinderversorgung, Umgang mit Kunden mit Demenzerkrankungen, Gehörschutz und In-Ear-Monitoring …
- Besonderer Service: Fernwartung und -anpassung, Hausbesuche, Online-Bestellung über den eigenen Shop und Lieferung nach Hause, …
- Für die Zukunft ist es sicherlich hilfreich sich mit der Thematik der „Wearables/Healthables“ auseinander zu setzen. Viele Hörsysteme verfügen heute bereits über technische Features, die eine Art „Business-Lifestyle-Kommunikator“ präsentieren. Es ist davon auszugehen, dass die Sensoren-Technologie weiterentwickelt wird. Damit verbunden werden weitere Positionierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wird es tatsächlich so weiter gehen, werden die Hörsysteme der Zukunft die Beseitigung der Stigmatisierung unterstützen.
Lassen Sie uns kurz über die Zielgruppe sprechen!
Selbstverständlich ist es für die Marketingplanung sehr wichtig die Zielgruppe fest zu definieren und die Maßnahmen auf die Zielgruppe auszurichten. Doch wer ist eigentlich die richtige Zielgruppe? Ich möchte Ihnen ein paar Ideen mit an die Hand geben, das es durchaus Sinn macht über die reine Zielgruppe hinaus zu denken:
- Oma und Opa ab 70 Jahren sind nach Angaben der öffentlichen Meldungen die fest definierte Zielgruppe der Hörgeräte Branche und dies wird in naher Zukunft auch sicherlich noch so bleiben. Aufgrund der technischen Entwicklungen und der demographischen Anpassungen könnte es sein, dass sich diese Zahl nach unten korrigieren lässt. Dafür muss die Stigmatisierung der Hörgeräte beseitigt werden und der funktionale Nutzen für den Kunden erkennbar gemacht werden.
- Wie schaut es mit den Kindern von Oma und Opa aus? Diese sind es oftmals, die ihre Eltern zu einem Hörakustikfachgeschäft begleiten oder sogar Initiator der Anpassung sind. Müssen wir diese Gruppe bei der Kommunikation mitberücksichtigen? Auf jeden Fall nehmen Sie die Werbung des Hörakustiker ebenfalls wahr, sobald das Thema „Hörgeräteversorgung“ in der Familie angekommen ist. Sie werden vermutlich recherchieren und schauen welcher Hörakustiker für ihre Eltern der Beste sein wird. Gerade in der heutigen Zeit spielt das Internet eine wesentliche Rolle. Eine professionelle und ansprechende Internetseite ist daher absolut notwendig.
- Was haben Enkelkinder mit der Basis-Zielgruppe zu tun? Die Enkelkinder sind meist diejenigen, die auf Oma und Opa noch hören. Die Enkelkinder könnten sich wohlmöglich darüber ärgern, dass Oma und Opa nicht mehr so gut hören. Sie verlieren die Lust sich mit ihren Großeltern zu unterhalten. Das ärgert Oma und Opa und macht sie traurig. Also nichts wie los zum Hörgeräteakustiker. Dabei bleibt die Überlegung, ob ein Sponsoring im Kindergarten oder Sportverein durchaus eine Überlegung wert ist. Die Wirkungskette geht dabei sicherlich über die Eltern der Enkelkinder. Wenn Sie bei der Zielgruppe etwas weiterdenken und bei der Marketingkommunikation auch das Umfeld einbeziehen, sind Sie auf der sicheren Seite.
Grundsätzlich noch ein paar Stichpunkte zur Zielgruppe:
- Unterschätzen Sie die Entwicklung der digitalen Medien nicht. Die Zielgruppe ist damit stärker vertraut als viele denken.
- Die Freizeitaktivitäten sind meist sehr hoch. Austausch mit Freunden, Unternehmungen und Reisen stehen hoch im Kurs. Die aktuelle Situation wird dies kurzfristig sicherlich verändern, langfristig werden diese Aktivitäten jedoch wieder stark zunehmen.
- Die Zielgruppe konsumiert gerne. Tut dies aber gut überlegt. Hinzu kommt die Jahrzehnte lange Kauferfahrung der Zielgruppe. Daher mein Tipp: Bleiben Sie bei Ihren Werbeaktivitäten ehrlich und authentisch.
Berlin, 12. Dezember 2014 – Viele ältere Menschen können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. Jeder zweite Internetnutzer ab 65 Jahren (46 Prozent) erklärt das Internet für sich persönlich als unverzichtbar. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im Rahmen des Wissenschaftsjahres „Die digitale Gesellschaft“. Danach sind fast vier von zehn Senioren (38 Prozent) online. Im Vorjahr war es erst knapp jeder Dritte (32 Prozent).
Die nachfolgende Grafik zeigt alle wichtigen Parameter für die Zielgruppenanalyse.
Zur Wettbewerbsanalyse
In der Regel kennt man seinen Wettbewerb vor Ort. Man weiß, wer dort im Fachgeschäft steht und welche Leistungen der Wettbewerb anbietet. Doch einen zusätzlichen Blick auf die Homepage oder eine allgemeine Google-Suche nach redaktionellen Berichten, die einem vielleicht durch die Finger geflutscht sind, kann nicht schaden.
Vielleicht haben Sie auch eine gute Verbindung zu Ihrem Außendienst. Der kennt die umliegenden Wettbewerber meist recht gut und kann Ihnen Auskunft über das Leistungsspektrum geben. Falls Sie bei der Recherche feststellen sollten, dass Ihre Mitbewerber eine besonders gute Idee hatte, sollten Sie zunächst darüber nachdenken, ob es nicht etwas gibt, was Sie selbst besonders gut können und Ihre Mitbewerber nicht so schnell „kopieren“ können.
Denken Sie daran, sich eigene Schwerpunkte und Leistungen zu suchen, die Sie von Ihrem Mitbewerber unterscheiden. Seien Sie mutig und kopieren Sie nicht die vermeintlich guten Ideen Ihres Mitbewerbers vor Ort.
In dem nächsten Blog-Beitrag werde ich euch konkrete Ideen vorstellen, die ihr ohne großes Budget umsetzen könnt. Zusätzlich habe ich euch ein paar Ideen zusammengestellt, die zwar Geld kosten, aber von der Wirkung super effektiv sind.
Beste Grüße und bleibt gesund!
Alex Koose
