Ihr Chancenplan für erfolgreiches Marketing in der Hörakustik

Beispiele! Teil 2

Maßnahmen, die Zeit aber kein (sehr wenig) Geld kosten!

1. Storytelling als Maßnahme

Die Menschen lieben Geschichten, daher eignet es sich bestens als Marketinginstrument. Überlegen Sie, was besonders an Ihnen, Ihrem Unternehmen und Ihren
Leistungen/Produkten ist und welche Geschichte Sie begleitet: Gibt es eine besondere Unternehmensgeschichte? Vor allem bei Familien-Unternehmen ist das der
Fall. Ebenfalls geeignet sind besondere Erfahrungsgeschichten von Kunden, wie sie Ihr Produkt/Leistung einsetzen oder welche Verbindung diese zu Ihrem Unternehmen haben.

Erzählen Sie genau diese Fakten spannend und ergreifend Ihrer Zielgruppe.

  • Urlaubserfahrung mit den neuen Hörgeräten.
  • Der erste Konzertbesuch mit den neuen Hörgeräten.
  • Der erste Besuch der Enkelkinder nach der Anpassung.
  • Das erste Telefonat mit der seit Jahrzehnten befreundeten Person.

Sie sehen, dass sich das Storytelling wunderbar mit den Bestandskunden/Referenzen verknüpfen lässt, daher kommen wir direkt zur nächsten Empfehlung: Referenzen!

2. Referenzen nutzen! Empfehlungsmarketing!

Ihre Bestandskunden sind Ihr Kapital. Diese Kunden sind bereits bei Ihnen und wenn diese mit Ihrer Beratung und Serviceleistung zufrieden waren, bleiben diese
Kunden Ihnen treu. Hegen und pflegen Sie Ihre Bestandskunden, damit diese beim nächsten Hörgerätekauf wieder zu Ihnen kommen.

Lassen Sie Ihre Kunden sprechen und erstellen Sie eine Werbekampagne, in der Ihre zufriedenen Kunden über Ihre Erlebnisse in Ihrem Fachgeschäft berichten. Vielleicht ist in Ihrer Kundenkartei jemand dabei, bei dem Sie sich vorstellen können, dass dieser als Werbefigur sein Gesicht und seine Erfahrungen anderen potenziellen Kunden mitteilen würde.

Eine Idee:
Ihre Bestandskunden laden einen Freund zu einem Fachvortrag in Ihren Räumlichkeiten ein. Sie referieren über ein Ihnen vertrautes Thema und überzeugen so mit
Ihrem fundierten Fachwissen.

Oder: Sie erstellen eine Weiterempfehlungskarte, die Ihre zufriedenen Bestandskunden an Freunde und Bekannte weiterreichen kann.

3. Kooperationen/Netzwerken

Pflegeheime/Pflegedienst

Pflegedienste gibt es mittlerweile sehr viele. Sie und die Pflegedienste betreuen und versorgen die gleiche Zielgruppe! Vereinbaren Sie eine Kooperation. Sie schulen
das Pflegepersonal und versorgen die Pflegekräfte mit Batterien und Zubehörartikeln – was halten Sie von der Idee? Als Gegenleistung können Sie über die Zusammenarbeit in Ihrem Fachgeschäft berichten und ein Banner/Plakat aushängen oder auch in einem separaten PR-Zeitungsartikel darüber berichten.

Kindergärten

Wir sind weiter oben im Zusammenhang mit der Zielgruppe bereits auf das Thema eingegangen. Es wird sehr häufig darüber diskutiert, wer letztendlich tatsächlich
die Zielgruppe ist. Zahlreiche Hörgeräteträger berichten davon, dass sie aufgrund der Aufforderung ihrer Kinder zu Ihnen ins Fachgeschäft gekommen sind. Daher
ist die Überlegung, bei der Zielgruppenauswahl etwas weiter zu denken. Oma und Opa verbringen viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Daher ist die Präsenz im Kindergarten eine Überlegung wert. Die Verbindung könnte über einen Vortrag zur Prävention und Schutz der Ohren oder ein kleines Sponsoring aufgebaut werden.

Schulen

Bieten Sie sich für einen Vortrag als Präventionsmaßnahme an. Vielleicht für den Biologie-Unterricht – Anatomie des Ohres und welche Folgen lautes Musikhören
oder ähnliches haben kann. Oder in der Physik auf die technischen Möglichkeiten der MiniComputer hinweisen (Schwallwellen & Co.)

Sportvereine, Fitnessstudios (Senioren Sportprogramme, Sportschützen, …)

Eine große Anzahl der Senioren treiben Sport im Verein oder in der Freizeit. Dazu kommen die Sportschützen, die in einem Verein angemeldet sind und professionellen Gehörschutz tragen könnten. Somit könnten Sie in einem Sportverein gleich mehrere Gruppen erreichen und auf Ihre Leistungen aufmerksam machen.
Neben der Mitgliedschaft in einem Sportverein halten sich viele Senioren in einem Fitnessstudio fit. Das Bewusstsein sich körperlich fit zu halten ist enorm gestiegen.
Marketing-Tipp: Verbinden Sie eine Werbekampagne mit der „HörFitness“ aus dem Bereich Hörtraining und der körperlichen Fitness in dem ortsansässigem Fitnessstudio.

Produzierende Unternehmen (Gehörschutz)

Nehmen Sie Kontakt zu Unternehmen auf, die Sie möglicherweise mit Gehörschutz versorgen können. Und wenn am Ende nur die Schulung des Sicherheitsbeauftragten dabei herumkommt. Ein neuer Kontakt ist besser als keiner.

Verkehrswachten (Sicherheit im Straßenverkehr!)

Seit einigen Monaten gibt es einen Radar-Hörtest. Der Initiator hat einen Hörtest entwickelt, der auf die Gefahren im Straßenverkehr hinweist und diese Situationen
bei der Durchführung des Hörtest berücksichtigt. Ein Messtechnikhersteller hat diesen Hörtest und seine Soundbeispiele bereits in die Software der Messanalgen
integriert.

Es ist ein gutes Thema, um über Umwege auf die Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen und vor allem, um durch eine Kooperation mit einer Straßenverkehrswacht einen namhaften Unterstützer mit ins Boot zu nehmen.

Tipp: Oftmals werden durch Gelder vom Bund Aktivitäten, die zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen, unterstützt!

Wirtschaftsförderungsgesellschaften/Unternehmertreffen

Fast in jeder Gemeinde gibt es Werbegemeinschaften. Treten Sie in diese Gemeinschaften ein und knüpfen Sie Kontakte mit anderen Unternehmern. Es ergeben
sich sicherlich neue Synergien.

…uvm.

4. Vorträge halten.

Sicherlich mag jeder Anfang schwer sein. Aber probieren Sie es aus und Sie werden merken, dass Sie von Vortrag zu Vortrag immer sicherer werden. Bei der nächsten Feuerwehrsitzung, in der nächsten Seniorenrunde der AWO, Prävention im Kindergarten oder ein Event im eigenen Fachgeschäft.
Präsentieren Sie sich und Ihr fundiertes Fachwissen rund um das Thema Hören (Prävention/Schutz/Gehörschutz/ …).

5. Interviews und allgemeine Pressearbeit statt Anzeigen/Radiosender

Interviews in „Wochenblätter“ in der Region. Tageszeitungen sind für Anzeigen und Interviews zu teuer und meist auch nicht offen.

Pressearbeit vor Zeitungsanzeigen! Investieren Sie kein Geld in überfüllte und viel zu teure Anzeigen der Tageszeitung.

Teilweise gibt es kleine Radiosender in der Region. Vielleicht können Sie diese für ein Interview motivieren. Einen Themenvorschlag oder sogar eine Serie zum Thema „Prävention Hören“

6. Werbemittel

Selbstverständlich kosten Werbemittel Geld, aber bei der richtigen Auswahl des Werbemittels und der Berechnung der Kosten pro erreichten Kunden kann das viel
Wert sein. Das Hauptziel bei der Werbemittelauswahl ist es in den „Ritualbereich“ der Menschen zu gelangen. Schaffen Sie es, Ihre Kaffeetasse zur Lieblingstasse
Ihres Kunden zu machen, wird er jeden Morgen aus IHRER Tasse trinken. Das Gleiche gilt für einen guten Kugelschreiber. Wenn Sie es schaffen, mit Ihrem Werbekugelschreiber der Lieblingskugelschreiber für das tägliche Kreuzworträtsel Ihrer Kunden zu werden, kann das sehr viel Wert sein.

Daher: Sparen Sie nicht am richtigen Werbemittel und überlegen Sie gut, welche Werbemittel Sie einsetzen. Für diesen Bereich haben wir einen professionellen
Partner an unserer Seite.

7. Messen und Stadtfeste

In zahlreichen Städten und Gemeinden werden jedes Jahr Messen oder Stadtfeste durchgeführt. Investieren Sie Ihre Zeit und präsentieren Sie sich und Ihre Leistungen. Vielleicht können Sie ein Pavillon organisieren (Die Excellence bietet übrigens ein Pavillon zur Ausleihe an), ein paar Plakate oder ein Roll-Up-Display mit Ihren Leistungen erstellen lassen.
Wichtig ist, dass Sie die volle Stadt aktiv nutzen. Gehen Sie aktiv auf Ihre Zielgruppe zu und erkundigen Sie sich nach ihren Interessen für einen kostenlosen Hörtest.

8. Sponsoring

Ein kompletter Trikotsatz für eine Mannschaft wäre ein Invest von ca. 1.000,- €. Dieser Trikotsatz wird allerdings über mehrere Jahre von einer Mannschaft getragen. Wenn diese Mannschaft in keiner zu hohen Liga spielt, (wo meist Orte angefahren werden, die einige Kilometer vom Heimatort entfernt sind) kommt die
Botschaft in benachbarten Orten gut rum. Spielt die Mannschaft besonders gut, berichtet die Zeitung mit einem Foto über das erreichte Ergebnis. Hat der Verein
eine Vereinseigene Zeitschrift? Auch dort werden die Mannschaftsfotos abgebildet – natürlich mit den Trikots des Sponsors. Meist ist in diesen Vereinszeitschriften
auch noch ein Platz für das eigene Logo und vielleicht sogar eine Unternehmensvorstellung, um die Zeitschrift mit Inhalt zu füllen.

Unterstützen Sie doch Ihren vor Ort ansässigen Kindergarten mit einem Sponsoring. Sprechen Sie darüber und verbreiten die Info in der Tageszeitung „Tun Sie
gutes und reden Sie darüber!“. Vielleicht können Sie das Sponsoring mit einem Infoabend verbinden. Dort können Sie über die Entstehung von Schwerhörigkeit berichten und die Auswirkungen von zu lautem Lärmkonsum darstellen.

Die Eltern erhalten nützliche Tipps, wie Sie ihre Kinder und sich selbst schützen können und im Nebensatz auch die Information, dass Sie mit Ihren Eltern vielleicht
mal zum Hörakustiker gehen sollten… und wo wir gerade im Kindergarten sind: Starten Sie ein Malwettbewerb und stellen Sie einen tollen Preis zur Verfügung.
Vielleicht einen Ausflug in den nächsten Tierpark. Über diesen Wettbewerb lässt sich super berichten – ob in der Tageszeitung oder online auf den Sozialen Medien.

9. Fahrrad präparieren und an gut besuchtem Orten abstellen

Organisieren Sie sich zum Beispiel ein altes Fahrrad, schmücken Sie es passend und stellen Sie es gut sichtbar in der Nähe Ihres Fachgeschäftes ab.
Wichtige Infos wie Öffnungszeiten, Umfang der Leistungen und Kontaktmöglichkeiten dürfen nicht fehlen.

10. Mit originellen Deko-Ideen das Schaufenster aufpeppen

Lassen Sie sich eine kreative Idee für Ihr Schaufenster oder Ihre Außendekoration einfallen. Handgemalte Schilder, kreative Beklebung oder bewegliche Objekte können die Aufmerksamkeit auf Sie ziehen.
Schaufenster-Beklebung ist nicht sehr teuer, hat aber eine enorme Wirkung auf die potenziellen Kunden.

11. Fahrzeugbeschriftungen

Bei Fahrzeugbeschriftungen ist der Nutzen stark vom Parkplatz des Autos abhängig. Wenn Ihr Firmenauto den gesamten Tag in einer Garage oder Parkhaus steht,
kann niemand die schöne Werbung auf dem Fahrzeug wahrnehmen. Wählen Sie daher einen guten Standort des Fahrzeugs aus.

12. Großflächenplakate

Diese Werbeflächen werden oftmals unterschätzt – sowohl vom Preis als auch vom Werbeerfolg. Die Plakate bleiben eine Dekade (10 Tage) lang hängen und können
bei der richtigen Flächenauswahl zahlreiche Personen erreichen (Kontaktpunkte). Die Mietkosten der Flächen unterscheiden sich von Region zu Region sehr stark.
Wir arbeiten in diesem Bereich mit einem festen Partner zusammen, der über deutschlandweiten Zugriff auf Plakatflächen verfügt. Sprechen Sie uns gerne an!

13. Grundausstattung… mit Logo und Farbentwicklung

Das Logo, die fest definierten Farbwerte, zugehörige Schriftarten und Gestaltungsformen stellen die Basis für den Aufbau der Grundausstattung dar.

Ihre Geschäftsausstattung bildet die Basis Ihrer täglichen Unternehmenskommunikation: Von klassisch seriösem Briefpapier, über Briefumschläge, bis hin zu modernen Visitenkarten. Alles in Ihrem individuellen und wiedererkennbaren Design.

 

In dem letzten Beitrag habe ich für euch eine gesamte Strategie ausgearbeitet. Eine Strategie für

eine Positionierung mit Fokus auf maximale Technikkompetenz und Konnektivität!

Selbstverständlich kann man diese Ausarbeitung auf die im ersten Teil genannten Differenzierungsmöglichkeiten anwenden.

Beste Grüße und bleibt gesund!

Alex Koose

Über den Autor

Alex Koose
ist in der Einkaufsgemeinschaft Excellence Connect für das strategische Marketing zuständig und entwickelt maßgeschneiderte Konzepte für Mitglieder und berät diese im Markenaufbau des Fachgeschäftes.
Er ist seit über 15 Jahren in der Hörgeräte-Branche tätig und kennt unterschiedliche Branchenperspektiven. Er studierte BWL mit dem Schwerpunkt Marketing (Markenmanagement) und ist Buchautor mit dem Titel „Das Konsumverhalten der Zielgruppe 60plus“.