Marketing Historie und Entstehungsgeschichte
Woher kommt der ganze „Quatsch“ eigentlich?
Ich möchte mit euch einen Blick in die Entstehungsgeschichte von Marketing werfen. Woher kommt dieser ganze „Quatsch“ eigentlich – wo liegt der Ursprung und was können wir aus der Vergangenheit für heute daraus lernen?
Schuld daran ist Johannes Gutenberg. Zumindest hat er die Sache so richtig ins Rollen gebracht. Gutenberg hat um 1400 mit seinen beweglichen Lettern die Buchproduktion revolutioniert. Damit war eine neue Art der Informationsübermittlung geboren. Seitdem ist in der Medienlandschaft und insbesondere im Marketing so einiges passiert.
1950er Jahre
Machen wir nun einen riesigen Zeitsprung nach vorne. Ein weiterer Meilenstein für das Marketing begann nach dem 2. Weltkrieg. In der Wirtschaft herrschte ein sogenannter Verkäufermarkt – die Verkäufer befanden sich im Vorteil – die Konsumenten wollten die wenigen angebotenen Produkte auf jeden Fall haben und haben sie den Produzenten quasi aus den Händen gerissen. Daher war es zu dieser Zeit überhaupt nicht notwendig Marketing zu betreiben. Die Produkte verkauften sich von alleine.
Doch diese Situation änderte sich allerdings in den 60-70er Jahren. Aus dem Verkäufermarkt wurde ein Käufermarkt. Das Angebot an Produkten wurde größer und die Leute konnten ein bestimmtes Produkt von unterschiedlichen Verkäufern erwerben. Die Käufer verglichen die Produkte, die Qualität und deren unterschiedlichen Preise. Die Verkäufer waren nun gezwungen, den Käufern zu erklären, warum gerade ihr Produkt das Bessere ist.
Das Bewerben ihrer Produkte wurde für die Verkäufer zunehmend „überlebenswichtig“ – die Käufer vom Produkt und dessen Preis zu überzeugen, nahm einen immer höheren Stellenwert ein.
Allerdings beschränkten sich die Marketingmaßnahmen auf die Bekanntmachung des Markennamens und weniger auf die Produkteigenschaften und den Problemlösungsansatz des Produktes.
1970er Jahre
In dieser Zeit wuchs das Konsumangebot weiter an. Man begann die Käufer in Kundengruppen zu segmentieren, sprach sie auch gezielter an und stellte den Nutzen des Produktes heraus.
1980er Jahre
Der Wettbewerb steigt weiter und die Anzahl der unterschiedlichen Produkte innerhalb einer Produktgruppe wurden ebenfalls größer. Nun beschäftigten sich die Marketingabteilungen mit dem „USP“ (Alleinstellungsmerkmal). Es wurde immer wichtiger Alleinstellungsmerkmale für das eigene Produkt herauszuarbeiten und diese dem Konsumenten zu vermitteln. Aus diesem Grund wurden auch die Funktionsweisen der Produkte ausführlicher erläutert. Ein klassisches Beispiel: Der Duracell-Hase, der „läuft und läuft und läuft“.
1990er Jahre
Wir sind nun in den 90er Jahren. Es waren die Jahre der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Das Umweltbewusstsein stieg und das Thema der technischen Revolution bekam zunehmend Bedeutung.
Zu dieser Zeit waren die Menschen vom Marketing bereits teilweise genervt. Zuvor hatte Werbung noch etwas Amüsantes und genoss sogar Kultcharakter. Aus diesem Grund mussten die Werbefachleute sich etwas einfallen lassen. Neue Marketingkanäle wurden erkannt und etabliert – PR, Event-Marketing oder Product-Placements (Produkte wurden bspw. in Filmen verwendet). Der PC erblickte das Licht der Welt und wurde mehr und mehr genutzt.
2000er Jahre
Der PC machte es möglich: Es begann das Zeitalter des Online-Marketings. Werbung wurde erstmals interaktiv genutzt. Via Chat oder E-Mail wurde mit Kunden kommuniziert. Insbesondere das E-Mail-Marketing ermöglichte nun eine personalisierte Marketingansprache der Kunden. Somit war es möglich, auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzugehen und ihnen Ihren persönlichen Nutzen des Produktes näher zu bringen. Darüber hinaus war es erstmals möglich Marketingaktivitäten zu messen und die Ergebnisse für zukünftige Planungen zu nutzen.
2010er Jahre
Im letzten Jahrzehnt wurden komplett neue Vermarktungsformen entwickelt – Mundpropaganda und Influencer-Marketing waren geboren. Idee: Werbung soll sich nicht mehr wie Werbung anfühlen. Die Übermittlung eines „echten“ Mehrwerts soll forciert werden. Es soll angenehmer, emotionaler und von Mensch zu Mensch übermittelt werden.
Die heutigen Marketing-Maßnahmen haben ihren Ursprung in dieser Zeit, haben sich weiterentwickelt und sind heute vielfältiger denn je. Natürlich wurden im Laufe der Zeit weitere Medien, wie Fernsehen und Internet genutzt. Dieser Entwicklung ermöglicht es dem Käufer von heute zwischen zahlreichen Angeboten zu wählen und sich für das seiner Ansicht nach Beste Angebot zu entscheiden. Nach dieser ersten Darstellung müssen demnach diejenigen Verkäufer, die nicht ins Marketing investieren, damit rechnen, dass sie weniger Käufer auf sich aufmerksam machen und somit weniger Umsatz erzielen.
Das Thema Marketing wird zunehmend komplexer. Wie komplex, möchte ich nachfolgend kurz darstellen:
Wir Fachleute haben bis vor ein paar Jahren nach dem Schema der 4 P’s gehandelt.
- 1. Product – Produktpolitik
- 2. Price – Preispolitik
- 3. Promotion – Kommunikationspolitik
- 4. Place – Distribution- und Vertriebspolitik
Doch seit einigen Jahren ist dieses Schema nicht mehr ausreichend. Der Kunde möchte viel individueller abgeholt werden. Das Marketing wird quasi auf jede einzelne Person gezielt ausgerichtet. Der Kunde wird viel stärker eingebunden und die Wünsche und Bedürfnisse werden versucht so genau wie möglich zu erfüllen. Die emotionale Komponente nimmt eine immer wesentlichere Bedeutung ein.
Die demographische Entwicklung eines Marktes bzw. einer Volkswirtschaft ist ein weiterer wichtiger Punkt, den es zu betrachten gilt. Immer mehr ältere Menschen informieren sich „digital“ und bilden für bestimmte Produkte ein riesiges Potential.
Die Produkte in unserer Branche sind nach wie vor mit einem Stigma besetzt.
Änderungen von Stigmen, besonders wenn diese negativ besetzt sind, können nur durch einen erheblichen Aufwand beseitigt werden. Eure potenziellen Kunden müssen daher kontinuierlich angesprochen werden! Und das funktioniert nur über eine gute Marketingplanung, die nachhaltig und langfristig aufgebaut ist. Eure Kunden müssen über die unterschiedlichen Systeme und deren Leistungsfähigkeit, deren Vorteile und den persönlichen Nutzen informiert werden – und dies in der Sprache der Kunden.
Wie wir aus den aktuellen Umfragen wissen, sind die die erfahrenen Hörgeräteträger in der Regel sehr zufrieden mit Ihren Hörsystemen, sogar froh, dass sie den Schritt zu einem Hörakustikfachbetrieb gegangen sind. Was bietet sich da mehr an diesen Ansatz positiv zu nutzen:
Idee aus diesem Blog-Beitrag:
Stichwort „Empfehlungsmarketing“!
Um mal eine erste Idee einzuwerfen: Warum fragt ihr eure zufriedenen Kunden nicht, ob sie anderen von ihren Erfahrungen berichten möchten. Ihr könnt Plakate gestalten und diese in euren Schaufenstern hängen oder ihr gestaltet einen individuellen Flyer und schickt diesen als Zeitungsbeileger an alle Haushalte – oder ihr gestaltet Großflächenplakate und hängt diese in eurer Umgebung auf – Ideen gibt es genug – Ihr müsst es nur machen!
Ich hoffe, dass ich euch einen Einblick geben konnte, dass die Bedeutung für professionelles Marketing über die Jahre nicht nur zugenommen hat, sondern immer existenzieller wird – und daher sollte Marketing von Profis gemacht werden! Genau wie ihr die Profis für besseres Hören seid!
Bis bald und viele Grüße
Alex Koose
Quelle:
https://blog.contentbird.io/de/geschichte-des-marketings/
http://www.marketingideen.com/entstehung-des-marketings.html
https://blog.hubspot.de/marketing/marketing-geschichte
